Getreidekühlung wirtschaftlich einführen und betreiben

Die Kühlkonservierung verhindert Masseverluste durch Eigenatmung, Schaden durch Insektentätigkeit und die Entstehung von Sekundärpilzen (Lagerpilze) und daraus resultierenden Mykotoxinen.

Wirtschaftlichkeit durch Erhaltung des Lagerguts

In welchem Umfang eine Getreidekühlung das Korn schützt, hängt auch von der Getreideart ab. In jedem Fall verhindert die Kühlkonservierung Masseverluste durch Eigenatmung, Schaden durch Insektentätigkeit und die Kontamination mit Schimmel und daraus resultierenden Mykotoxinen. Bei Ölsaaten wird zusätzlich der Oxidationsprozess unterbunden, während bei Saat- und Braugetreide die Keimfähigkeit erhalten bleibt. Neben dem Schutz der Körnerqualität rentiert sich eine wirksame Getreidekühlung vor allem durch eine Verlängerung der Lagerzeit. Eine Senkung der Getreidetemperatur von 24 °C auf 10 °C bei einer Feuchte von 14,5% beispielsweise verfünffacht die maximale sichere Lagerungsdauer.

Lagerzeituhr für Getreide

Weniger Aufwendungen für Trocknung, Umlagerung und Chemie

Getreidekühlung macht eine Umlagerung des Getreides überflüssig. Kosten durch Abriebverluste und den Energiebedarf der Fördereinrichtungen werden so vermieden. Außerdem muss keine freie Silozelle vorgehalten werden. Eine anschließende Trocknung der Körner ist durch den Trocknungseffekt der vorangegangenen Getreidekühlung weniger energieintensiv. Der schonendere Feuchtigkeitsentzug führt daneben zu weniger Spannungsrissen. Ersetzt die Getreidekühlung eine chemische Behandlung, entfallen die Ausgaben für chemische Substanzen und Vorratsschutzmaßnahmen.

 

Wirtschaftlichkeit hängt von richtigem Getreidekühlgerät ab

Essenziell für eine möglichst wirtschaftliche Getreidekühlung ist die Abstimmung der Kühllösung auf den Anwendungsfall. Welche Feldfrüchte sollen unter welchen Bedingungen gekühlt werden? Wird das Erntegut vor der Kühlung bereits belüftet? Getreidekühlgeräte einer ungeeigneten Leistungsklasse können Temperatur und Feuchte in der Schüttung nur unzureichend regulieren, verbrauchen unverhältnismäßig viel Energie oder verursachen unnötig hohe Anschaffungskosten. Die frühzeitige Abstimmung mit FrigorTec garantiert die Auswahl des geeigneten Getreidekühlgerätes, welches die kundenspezifischen Anforderungen wirtschaftlich erfüllt. Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen ergeben in den meisten Fällen eine Amortisationszeit von ein bis zwei Jahren.

* Nach dem Trocknen oder im Sommer direkt vom Feld
** Annahmen: 4,5 kWh/t Stromverbrauch und 0,04 EUR/kWh Stromkosten

Kriterien zur Wirtschaftlichkeitsbetrachtung der Kühlkonservierung


Moderne Geräte reduzieren Betriebskosten

Der Energiebedarf eines Getreidekühlgerätes hängt von Temperatur und Feuchte sowohl des Getreides als auch der Umgebungsluft ab. Für einen möglichst sparsamen Betrieb sollten Getreidekühlgeräte intelligent konstruiert und mit modernen Funktionen ausgestattet sein. Entscheidende Merkmale sind z. B. effiziente Elektromotoren, frequenzgeregelte Ventilatoren, günstige Strömungsführung sowie ein Sommer- und Winterthermostat. Ein Sommerthermostat unterbricht den Kühlvorgang während der Nachmittagshitze, da die Kühlung der Luft zu diesem Zeitpunkt sehr viel Energie verbrauchen würde. Moderne Getreidekühlgeräte sind in vielerlei Hinsicht effizienzoptimiert. Beispielsweise speist sich bei einigen Geräten die Nachwärmeinheit vollständig aus der Energie des Kühlkreislaufs. 

 

Weiterer Wirtschaftlichkeitszuwachs durch vollautomatische Steuerungen

In die korrekte Einstellung eines Getreidekühlgerätes fließen zahlreiche Faktoren mit ein. Viele moderne Geräte verarbeiten alle relevanten Informationen bereits vollautomatisch in einer Steuerungseinheit. Bei durchdachten Steuerungen muss der Siloverantwortliche lediglich drei Parameter eingeben: Getreidesorte, Getreidefeuchte und Lagerart. Optional können Daten von Messinstrumenten aus dem Lager eingespeist werden. Die einfache Einstellung erfordert vom Bedienpersonal keine spezifischen Getreidekenntnisse oder zusätzliche Ausbildungen. Auch die Daten- und Probenerfassung wird durch eine automatische Steuerung vereinfacht. Selbst mit wenig Bedienpersonal an einem Standort kann so eine korrekte Getreidekühlung sichergestellt werden. Vollautomatisch gesteuerte Getreidekühlgeräte rechnen sich langfristig für Agrarbetriebe jeder Größenordnung. 

Case Studies



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