Planung, Montage und Wartung von Kranklimageräten

Sorgfältige Planung schafft die Basis für ein Kranklimagerät, das die anwendungsspezifischen Anforderungen bestmöglich erfüllt. Eine vorausschauende Montage und regelmäßige Wartungen stellen sicher, dass die Klimaanlage auch unter extremen Bedingungen zuverlässig kühlt, heizt, entfeuchtet und filtert.

Sorgfältige Planung schafft die Basis für ein Kranklimagerät, das die anwendungsspezifischen Anforderungen bestmöglich erfüllt. Eine vorausschauende Montage und regelmäßige Wartungen stellen sicher, dass die Kranklima- und Filteranlage auch unter extremen Bedingungen zuverlässig kühlt, heizt, entfeuchtet und filtert.

Energiebedarf des Kranklimagerätes kann durch Kabinenisolierung gesenkt werden

Klimageräte für Krankabinen, Kran-Schaltcontainer, Elektronikcontainer und Kran-Schaltschränke müssen unter anspruchsvollen Bedingungen und bei hohen Temperaturen unterschiedliche Leistungen erbringen. Für eine Anforderungsgerechte Auslegung sind dabei folgende Daten relevant:

  • Anwendung (z. B. Kabine, Schaltschrank, Elektronikcontainer)
  • Prozess (z. B. Metallverarbeitung, Hafen)
  • Art und Ausführung des zu klimatisierenden Raumes (Abmessung, Isolierung etc.)
  • Minimale und maximale Umgebungstemperatur
  • Angestrebte Raumtemperatur
  • Betriebsspannung in V/Hz
  • Steuerspannung in V/Hz
  • Verlustleistung elektrischer oder elektronischer Einbauten

Bereits bei der Planung des zu klimatisierenden Raumes kann durch die Verwendung von Isolierungen, Strahlungsschutzblechen und Wärmeschutzverglasung der spätere Kühlbedarf und damit der Platz- und Energiebedarf des Klimagerätes reduziert werden. Viele Krankabinen, Schaltschränke und Elektronikcontainer sind ab Werk durch entsprechende Wand- und Deckendurchbrüche sowie Luftanschlussstutzen für die Installation eines Kranklimagerätes vorbereitet.

Enge Abstimmung mit Gerätehersteller für optimale Abdeckung aller Anforderungen

Enge Abstimmung mit Gerätehersteller für optimale Abdeckung aller Anforderungen Bei der Planung der Krankabinen-, Container- oder Schaltschrankkühlung sollte eine sinnvolle Luftführung erarbeitet werden. Die Zuluft kann beispielsweise über eine Lochdecke oder durch Verstellgitter oberhalb der Front- und Seitenscheiben in den zu klimatisierenden Raum einströmen. Bei einer Kran-Schaltschrankkühlung wird die Kaltluft üblicherweise niedrig eingeblasen, nimmt die Wärme der elektrischen Komponenten auf, steigt dadurch auf und wird vom Kranklimagerät abgeführt. Bei großflächigen Schaltschränken, Containern und Elektronikcontainern ist eine zusätzliche Luftverteilung sinnvoll.

Bei der Auswahl der richtigen Kranklimaanlage und der Konzeption einer effizienten Luftverteilung ist eine enge Abstimmung mit dem Kran-Klimaanlagenhersteller sinnvoll. Er unterstützt zusätzlich bei der Entwicklung eines Filterkonzepts, mit dem MAK-Werte (Maximale Arbeitsplatzkonzentration) nicht überschritten werden. Auch bei Fragen hinsichtlich relevanter Normen (z. B. DIN 40050), besonderen Anforderungen der Betriebsstätte (z. B. ATEX / Explosionsschutz), Widerstandsfähigkeit gegenüber Umwelteinflüssen (z. B. Resistenz gegen salzhaltige Luft) und Platzbedarf des Kranklimagerätes profitieren Betreiber von einer Koordination mit dem Gerätehersteller.

Kompaktgeräte können vom Kunden selbst montiert werden

Kranklimageräte können an unterschiedlichen Positionen montiert werden, etwa als Aufdachgeräte oder an den Seitenwänden. Bei Krankabinen werden Kompaktgeräte häufig als Rucksackgerät an der hinteren Wand der Krankabine installiert. Kranklima-Kompaktgeräte ermöglichen meist eine einfache Montage, die vom Kunden selbst durchgeführt werden kann. Kranklima-Splitgeräte erfordern für die Inbetriebnahme in der Regel einen Kältetechniker, der die Kältemittelleitungen fachgerecht verlegt. Für eine einfache Wartung sollte das Kranklimagerät so aufgestellt sein, dass es von möglichst vielen Seiten zugänglich ist. Für größere Revisionen oder Reparaturen kann es außerdem nötig sein, das Kranklimagerät komplett vom Kran zu nehmen. Andere Ausführungsvarianten wiederum lassen eine Revision vom Inneren der Krankabine zu.

 

Aufstellung beeinflusst Effizienz des Kranklimagerätes

Das Kranklimagerät sollte so aufgestellt werden, dass es vor unmittelbarem Funkenflug und Wärmeeinstrahlung geschützt ist. Luftkanäle zwischen Gerät und dem zu klimatisierenden Raum sollten möglichst kurz sein und wenige Krümmungen aufweisen, um den Wärmeeinfall und Druckverlust zu minimieren. Für eine effiziente Wärmeabfuhr sollte das Klimateil nah an der Wärmequelle installiert werden. Gleichzeitig ist ein Wandabstand von mindestens 30 cm erforderlich, damit die Kühlluft für den Verflüssiger ungehindert zu- und abströmen kann. Fließt Kondenswasser über einen Schlauch ab, sollte dieser als Siphon verlegt werden. Dadurch bildet das Kondenswasser eine Barriere, die Außenluft aus dem Rauminneren fernhält.

Für einen geräuscharmen Betrieb des Kranklimagerätes ist eine schwingungsisolierte Aufstellung möglich. Sie verhindert einerseits, dass Vibrationen vom Kranklimagerät auf seine Umgebung übergehen und schützt es andererseits vor Schwingungen der Kontaktflächen. Insbesondere wenn das Kranklimagerät direkten an der Krankabine befestigt wird, kann durch eine elastische Lagerung eine Körperschallübertragung zur Krankabine reduziert und ein vibrations- und geräuscharmer Betrieb erreicht werden.

Regelmäßige Wartung des Kranklimagerätes erhöht Effizienz und Verfügbarkeit

Eine regelmäßige und gründliche Wartung verlängert die Lebensdauer und erhöht die Zuverlässigkeit eines Kranklimagerätes. Eine unzureichende Pflege hingegen kann unter anderem zu Schmutzablagerungen an den Wärmetauschern sowie zugesetzten Filtern führen und die Effizienz senken. Verflüssiger und Verdampfer des Kranklimagerätes sollten in regelmäßigen Abständen gereinigt und die Filtermatten gesäubert oder ausgetauscht werden. Der Kondenswasserschlauch sollte geprüft und der Siphon mit Wasser gefüllt werden.

Eine regelmäßige Kontrolle der Elektronik, Verdrahtung und Kontakte des Gerätes ist in jedem Fall sinnvoll und hilft, den Explosionsschutz (ATEX) dauerhaft sicherzustellen. Besonders in aggressiven Atmosphären wie salzhaltiger und korrosiver Luft sollten auch die Oberflächen des Kranklimagerätes regelmäßig auf Schäden überprüft werden. Bei sorgfältiger Planung, korrekter Montage und regelmäßiger Wartung kann eine Klimaanlage für Krane, Kran-Schaltcontainer und Kran-Schalträume auch unter extremen Bedingungen und bei hohen Temperaturen auf Dauer sicher betrieben werden.

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